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Neuigkeiten


Besteuerung ausländischer Familienstiftungen

19.06.2008

Für ausländische Familienstiftungen galt nach § 15 des Außensteuergesetzes schon immer, dass die Erträge der Stiftung den im Inland ansässigen Stiftern oder Begünstigten zuzurechnen sind, <acronym title="das heißt">d.h.</acronym> sie erhöhen die Einkünfte der Stifter oder Begünstigten. Dies gilt unabhängig davon, ob die Stiftung tatsächlich Zuwendungen an den Stifter oder die Begünstigten leistet. Daran soll sich im Grundsatz nichts ändern.

 

Die im Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2009 vorgesehene Änderung des § 15 des Außensteuergesetzes sieht vor, dass die Zurechnung der Erträge der ausländischen Stiftung entfällt, wenn die Stiftung Sitz oder Geschäftsleitung in einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums hat und nachgewiesen wird, dass es sich um eine echte Stiftung handelt und nicht um eine Scheinstiftung. Das soll jedoch nicht gelten, wenn mit dem Staat, in dem sich Sitz oder Geschäftsleitung der Stiftung befindet, kein Auskunftsaustausch für Besteuerungszwecke möglich ist. Die Gesetzesänderung ist aufgrund der Rechtsprechung des EuGH notwendig geworden.

Die Besteuerung der Zuwendungen der Stiftung bleibt unberührt.

 

 

Quelle: BMF Newsletter vom 18.06.2008

 

Anmerkung: Wegen des fehlenden Opens internal link in current windowAuskunftsanspruchs in Liechtenstein bleibt es somit für Liechtensteinische Stiftungen bei der alten Rechtslage - dies unabhängig davon, ob es sich um eine Scheinstiftung handelt - was in Liechtenstein oft der Fall ist - oder um eine tatsächlich rechtlich verselbständigte Stiftung. Mehr zur Liechtensteinischen Stiftung erfahren Sie Opens internal link in current windowhier.