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NeuigkeitenAbkommen über Auskunftsaustausch in Steuersachen auf Basis der OECD-Standards mit Guernsey unterzeichnet27.03.2009
Der deutsche Botschafter in London, Georg Boomgaarden und der Chief Minister von Guernsey, Deputy Lyndon Trott haben heute in London ein Abkommen über den Auskunftsaustausch in Steuersachen unterzeichnet. Hierzu erklärt das Bundesministerium der Finanzen: Das Abkommen über Auskunftsaustausch in Steuersachen ermöglicht es den deutschen Finanzbehörden, wie auch umgekehrt den Finanzbehörden Guernseys, die andere Partei um Auskünfte für Besteuerungszwecke zu ersuchen. Das Abkommen entspricht dem Standard, wie ihn die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Rahmen ihres Programms zur Eindämmung des schädlichen Steuerwettbewerbs entwickelt hat. Das bedeutet:
Ein Ersuchen um Auskunft erfordert nicht, dass bereits ein Verdacht auf Steuerhinterziehung besteht; erforderlich ist nur, dass ein Sachverhalt aufzuklären ist und dass die erbetenen Auskünfte und Unterlagen für die Besteuerung voraussichtlich relevant sind. Die Abkommensunterzeichnung ist ein wichtiger Schritt bei den Bemühungen um ein internationales Finanzsystem, das nicht durch mangelnde Transparenz und fehlenden wirksamen Auskunftsaustausch in Steuersachen verzerrt wird. Das Abkommen reiht sich ein in die vielfältigen Aktivitäten des Bundesministeriums der Finanzen zur Durchsetzung des OECD-Standards, die auch der Weltfinanzgipfel am 15. November 2008 nachdrücklich gefordert hat. Das Abkommen bedarf zu seinem Inkrafttreten der Ratifikation durch die gesetzgebenden Körperschaften.
Quelle: BFH Pressemitteilung vom 26.03.2009, Nr.: 14/2009
Anmerkung: Es ist zu erwarten, dass weitere Abkommen mit sog. "Steueoasen" (z.B. mit Liechtenstein, Andorra oder Gibraltar) folgen werden. Für Erben, |
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