Meldung des Sterbefalls in Spanien

Stirbt eine Person in Spanien, wird der Tod durch einen approbierten Arzt festgestellt und eine Bescheinigung über den Tod erstellt („Certificado médico de defunción“). Darin vermerkt der Arzt den Eintritt, das Datum, die Uhrzeit und den Ort des Todes. Gibt es Anzeichen für einen unnatürlichen Tod, informiert er die Staatsanwaltschaft. Die Bescheinigung leitet er im Regelfall nicht automatisch dem Standesamt („registro civil“) weiter.

 

Tritt der Sterbefall in der Wohnung ein, ist es die Aufgabe der Verwandten des Verstorbenen und der Mitbewohner des Verstorbenen den Sterbefall beim Standesamt zu melden. Falls solche nicht existieren, ist es die Aufgabe der Nachbarn.

 

Tritt der Sterbefall außerhalb der Wohnung ein, sind zunächst die Verwandten, der örtliche Verantwortliche (z.B. Leiter des Pflegeheims oder Krankenhaus), der Inhaber der Wohnung, in der die Person gestorben ist, und ersatzweise die örtliche Behörde zuständig.

 

Durch das Standesamt wird auf Antrag eine Bestattungsgenehmigung erteilt, welche Voraussetzung für die Bestattung ist. Die Beerdigung soll innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

 

 

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2009 © Jan-Hendrik Frank (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht)