Nachlassplanung - Tipps und Tricks

Viele Menschen möchten sich nicht mit den Folgen ihres möglichen Todes beschäftigen. Leider hört man immer wieder solche Sätze wie „nach mir die Sintflut“ oder „ich sterbe nicht“. Wer einen Partner, Kinder oder Enkel hat, wird freilich selten so reden. Ebenso wird so nicht reden, wer in der eigenen Familie Erbstreitigkeiten oder eine hohe Erbschaftsteuer erleben musste. Der Artikel zeigt auf, was Sie bei der Nachlassplanung bedenken sollten.

 

Bestimmen Sie, wer nach Ihnen erben soll

Am Anfang jeder Nachlassplanung steht die Frage, wer im Falle des Todes einen einzelnen Vermögensgegenstand oder einen prozentualen Anteil am Erbe erhalten soll. Diese Fragen werden zumeist in einem Opens internal link in current windowTestament geregelt. Dabei werden aber leider immer wieder Fehler gemacht, die dann erst zu Streitigkeiten führen. Im Zweifel sollten Sie sich daher beraten lassen.

 

Bestimmen Sie, wie und von wem der Erbfall abgewickelt werden soll

Leider kommt es bei der Verteilung des Nachlasses immer wieder zu Streitigkeiten, wenn es mehrere Erben (Opens internal link in current windowErbengemeinschaft) gibt. Um dies zu verhindern, sollten Sie selbst bestimmen, wer was erhält - was freilich kaum möglich ist, da der Tod - hoffentlich - ja noch in weiter ferne ist - oder Sie setzen im Testament eine Person Ihres Vertrauens, die den Erbfall als Opens internal link in current windowTestamentsvollstrecker abwickelt, ein. In der Regel reicht es, wenn Sie einen vertrauenswürdigen Verwandten oder Freund der Familie hiermit betrauen. Bei komplexeren Nachlässen sollte aber ein professioneller Testamentsvollstrecker beauftragt werden.

 

Stellen Sie sicher, dass die Dokumente, die Ihren Nachlass regeln auch gefunden werden.

Oftmals werden Testamente nicht aufgefunden oder von nicht bedachten Personen bei Seite geschafft. Um dies zu verhindern, können Sie bei einer Person Ihres Vertrauens (Verwandter, Rechtsanwalt, Notar) oder bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts ihres Wohnorts deponieren.

 

Überlegen Sie, ob Erbschaftssteuer anfällt und wie sie vermieden werden kann

Wird Vermögen in der Familie vererbt, so spielt die Erbschaftsteuer wegen der Opens internal link in current windowhohen Freibeträge in Deutschland regelmäßig keine Rolle. Hingegen kann dieser Aspekt bei einem großen Vermögen oder bei fehlendem Verwandtschaftsverhältnis (Opens internal link in current windowunehelicher Lebenspartner!) eine große Rolle spielen. In diesem Fall sollten Sie darüber nachdenken, ob die Opens internal link in current windowbestehenden Möglichkeiten, Erbschaftssteuer zu vermeiden, genutzt werden sollten.

 

Regeln Sie den Fall Ihrer Geschäftsunfähigkeit

Was passiert, wenn Sie aufgrund von Unfall, Alter oder Gebrechlichkeit geschäftsunfähig werden? Nutzen Sie - solange Sie hierzu die Möglichkeit haben - hierauf Einfluss zu nehmen. Dies können Sie z.B. durch eine sog. Vorsorgevollmacht, welche Sie einer Person Ihres Vertrauens erteilen, oder durch Bennung einer Person, die sich im Fall Ihrer Geschäftsunfähigkeit vertreten soll.

 

Schreiben Sie eine Patientenverfügung

Hierdurch entlasten Sie Ihre Familie oder den von Ihnen Beauftragten von Entscheidungen, die diese oftmals vor große Gewissenskonflikte stellen werden. 

 

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient nur der ersten Information und stellt keine Rechtsberatung dar, da diese nur unter Berücksichtigung aller Umstände des konkreten Einzelfalls möglich ist. Für Aktualität und Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr.

  

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2009 © Jan-Hendrik Frank (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht)